Kurzprofil
Er wurde 1974 in Teheran geboren und verbrachte seine Kindheit dort, bevor er als Jugendlicher in Kurdistan mit der Daf und ritueller Musik in Berührung kam. Das Daf Spiel erlernte er zunächst autodidaktisch und entwickelte auf Grundlage langjähriger Erfahrung, Forschung und Aufführungspraxis eine eigene Methode des Spielens und Unterrichtens.
Seine Lehrmethode verbindet Atem, Rhythmus und Körperbewegung mit alten iranischen Rhythmen und westlichen musikalischen Strukturen. Musik versteht er dabei nicht nur als Wissen, sondern als gelebte, improvisierte und interkulturelle Erfahrung.
Ojaghi wirkte an Projekten wie Hamid & Friends, From Zagros to the Alps und dem Divan Ensemble mit und konzertierte mit Künstlern wie Daniel Barenboim. Seine Auftritte führten ihn auch an internationale Spielstätten wie das Teatro Colón in Argentinien.
2025 realisierte er mit Dafbal ein Projekt unter freiem Himmel in Österreich, bei dem 70 bis 80 Daf Spieler gemeinsam musizierten. Nach seinen Angaben handelte es sich um die erste Veranstaltung dieser Art in Europa.
Darüber hinaus stellte er eine Sammlung perkussiver Klänge aus verschiedenen Regionen Irans zusammen, darunter Kurdistan, Khorasan sowie Regionen im Süden, Südwesten, Zentrum und an der Küste. Diese Aufnahmen wurden im digitalen Archiv der Wiener Symphoniker erfasst und stehen dort Komponist:innen, Musiker:innen und Musikforscher:innen zur Verfügung.

































